Wechseljahre-Umfrage 2026: Ergebnisse von 559 Frauen
Velmena RedaktionsteamVELMENA BEFRAGUNG · MAI–JUNI 2026
Erschöpfung statt Hitzewallungen an erster Stelle: In einer Velmena-Onlinebefragung mit 559 Frauen ab 35 Jahren wurden Müdigkeit, Schlafstörungen und Gewichtszunahme besonders häufig genannt. Die Ergebnisse zeigen auch, dass viele Teilnehmerinnen mehrere Beschwerden gleichzeitig erleben und sich im Alltag deutlich eingeschränkt fühlen.
Anlässlich des Welt-Menopause-Tages 2026 haben wir die Angaben aus unserem digitalen Wechseljahres-Check ausgewertet. Die Befragung fand von Mai bis Juni 2026 statt und richtete sich über Social Media an Frauen aus Deutschland und Österreich, die sich mit möglichen Wechseljahresbeschwerden beschäftigten.
Wir wollten wissen: Welche Beschwerden beschäftigen diese Frauen besonders? Wie erleben sie ihren Schlaf? Und welche Zusammenhänge zeigen sich zwischen ihren Angaben zu Symptomen und Stress? Die Ergebnisse geben Einblicke in das Erleben der Teilnehmerinnen. Die Befragung ist nicht repräsentativ und lässt keine Rückschlüsse auf die Häufigkeit von Beschwerden unter allen Frauen zu.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
Weitere zentrale Ergebnisse:
- 71,6 % berichteten über Schlafstörungen oder nächtliches Aufwachen.
- 68,2 % nannten Gewichtszunahme, insbesondere am Bauch.
- 54,4 % berichteten von Brain Fog oder Konzentrationsproblemen.
- 53,3 % empfanden ihre Beschwerden als stark oder sehr stark alltagsbeeinträchtigend.
- 39,2 % nannten Hitzewallungen oder Nachtschweiß.
Besonders auffällig: Die viel diskutierten Hitzewallungen landeten im Ranking der 16 erfassten Symptomgruppen erst auf Platz 13.
Welche Wechseljahresbeschwerden wurden am häufigsten genannt?
Erschöpfung und Müdigkeit waren die häufigsten Antworten. 429 der 559 Teilnehmerinnen (76,7 %) wählten diese Beschwerden aus. Dahinter folgten Schlafstörungen mit 71,6 % und Gewichtszunahme mit 68,2 %. Auch Beschwerden, die nicht immer unmittelbar mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden, wurden häufig genannt. Dazu gehören Gelenk- und Muskelschmerzen, innere Unruhe und Konzentrationsprobleme.
Das vollständige Symptomranking
Quelle: Velmena-Onlinebefragung Mai/Juni 2026, n = 559. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Prozentwerte beziehen sich auf alle Teilnehmerinnen.

Was bedeuten diese Ergebnisse?
Die Daten machen deutlich, wie unterschiedlich die Frauen ihre Beschwerden erleben. Hitzewallungen sind ein bekanntes Symptom der Wechseljahre. Innerhalb unserer Befragungsgruppe wurden jedoch zahlreiche andere Beschwerden häufiger genannt. Das bedeutet nicht, dass Hitzewallungen in der weiblichen Gesamtbevölkerung seltener auftreten. Die Teilnehmerinnen unserer Erhebung waren keine zufällig ausgewählte Stichprobe. Die Ergebnisse verdeutlichen vielmehr, welche unterschiedlichen gesundheitlichen Themen Frauen beschäftigen, die aktiv nach Orientierung rund um die Wechseljahre suchen.
Einen allgemeinen Überblick über mögliche Beschwerden und die hormonellen Veränderungen bietet unser Ratgeber zu Symptomen und Phasen der Wechseljahre.
Frauen berichten im Durchschnitt von fast acht Beschwerden gleichzeitig
Eine der auffälligsten Erkenntnisse ist nicht nur, welche Symptome genannt wurden, sondern auch, wie viele. Im Durchschnitt wählten die 559 Teilnehmerinnen 7,9 der insgesamt 16 erfassten Symptomgruppen aus. Bei der Frage nach den Auswirkungen auf den Alltag zeigte sich außerdem, dass viele Frauen ihre Belastung als erheblich empfanden.
Zusammen gaben 53,3 % an, stark oder sehr stark beeinträchtigt zu sein.
Die Ergebnisse geben damit einen Einblick in die subjektiv erlebte Belastung innerhalb der Befragungsgruppe. Ob und in welchem Umfang einzelne Beschwerden tatsächlich durch hormonelle Veränderungen verursacht wurden, lässt sich anhand der Antworten nicht feststellen.
Schlafstörungen: Besonders häufig ist nächtliches Aufwachen
Schlaf war eines der auffälligsten Themen unserer Befragung. Bereits bei der allgemeinen Symptomabfrage nannten 400 Frauen (71,6 %) Schlafstörungen oder nächtliches Aufwachen. In einer gesonderten Frage zur Schlafqualität konnten die Teilnehmerinnen beschreiben, welches Schlafmuster am ehesten auf sie zutrifft.
So beschrieben die Teilnehmerinnen ihren Schlaf
Quelle: Velmena-Onlinebefragung 2026, n = 559. Die Prozentwerte stammen aus der separaten Frage zur Schlafqualität.
Jede zweite Teilnehmerin wählte somit häufiges nächtliches Aufwachen als Beschreibung ihrer Schlafsituation. Die Ergebnisse unterscheiden dabei zwischen Einschlafproblemen, nächtlichem Aufwachen, Hitzeempfinden und mangelnder Erholung trotz ausreichender Schlafdauer.
Warum Frauen schlecht schlafen, wurde mit dieser Frage nicht medizinisch untersucht. Schlafprobleme können unterschiedliche Ursachen haben und sollten nicht automatisch den Wechseljahren zugeschrieben werden. Wer mehr über mögliche Ursachen und den Umgang mit Schlafproblemen erfahren möchte, findet weitere Informationen in unserem Ratgeber zu Schlafstörungen in den Wechseljahren.
Stress und Wechseljahresbeschwerden: Was die Befragung zeigt
Neben ihren Beschwerden haben wir die Frauen auch nach ihrer alltäglichen Stressbelastung gefragt. Die Antworten zeigen, dass Stress für einen großen Teil der Befragten eine Rolle spielt.
Insgesamt berichteten 93,7 % von zumindest phasenweisem Stress. Dauerhaft hohen Stress oder Überlastung gaben zusammen 42,4 % an.
Wie viele Symptome nannten Frauen je nach Stressbelastung?
Besonders interessant ist die Gegenüberstellung der Stressangaben mit der durchschnittlichen Anzahl ausgewählter Symptome.
Frauen, die sich als überlastet beschrieben, nannten im Durchschnitt zehn Symptome. Bei den relativ entspannten Teilnehmerinnen waren es sechs. Dieser Unterschied ist bemerkenswert. Aus den Daten lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Stress die Beschwerden verursacht oder verstärkt. Es ist ebenso möglich, dass gesundheitliche Beschwerden das persönliche Stressgefühl beeinflussen. Auch weitere Faktoren, die nicht untersucht wurden, könnten eine Rolle spielen.
Die Befragung zeigt deshalb einen Zusammenhang zwischen der selbst eingeschätzten Stressbelastung und der Anzahl berichteter Beschwerden – keinen ursächlichen Wirkmechanismus.

Brain Fog und emotionale Beschwerden: Eine weitere wichtige Dimension
Neben körperlichen Veränderungen berichteten viele Teilnehmerinnen auch über kognitive und emotionale Beschwerden.
Besonders häufig wurden genannt:
- Brain Fog / Konzentrationsprobleme: 54,4 %
- Stimmungsschwankungen: 59,0 %
- Depressive Verstimmungen: 47,0 %
- Ängste und Panikattacken: 40,1 %
Brain Fog wird häufig als Gefühl geistiger Unklarheit beschrieben. Betroffene können beispielsweise Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren oder Gedanken zu ordnen.
Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen, dass solche Beschwerden für einen erheblichen Teil der Teilnehmerinnen relevant waren. Allerdings wurden keine klinischen Untersuchungen oder Diagnosen durchgeführt. Aus der Nennung von depressiven Verstimmungen oder Ängsten kann deshalb weder eine psychische Erkrankung diagnostiziert noch deren Ursache bestimmt werden. Die Antworten machen dennoch deutlich, dass Frauen bei ihrer Suche nach Informationen rund um die Wechseljahre nicht nur körperliche Symptome beschäftigen.
Welche Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen?
Die Teilnehmerinnen waren zwischen 35 und über 60 Jahre alt. Die größte Gruppe bildeten Frauen zwischen 45 und 49 Jahren. Ein Vergleich ausgewählter Beschwerden zeigt Unterschiede zwischen den Altersgruppen.
↔ Tabelle seitlich wischen, um alle Altersgruppenwerte zu sehen
Quelle: Velmena-Befragung 2026. Prozentwerte jeweils innerhalb der Altersgruppe.
Erschöpfung und Schlafstörungen wurden in allen erfassten Altersgruppen häufig genannt. Bei Hitzewallungen fällt auf, dass sie innerhalb unserer Stichprobe bei den 50- bis 60-Jährigen häufiger angegeben wurden als bei den jüngeren Gruppen. Die Ergebnisse sind jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Insbesondere die Gruppen der 35- bis 39-Jährigen und der über 60-Jährigen umfassen nur wenige Teilnehmerinnen. Außerdem wurden die Frauen nicht über mehrere Jahre hinweg begleitet. Ein tatsächlicher Verlauf von Beschwerden während der verschiedenen Wechseljahresphasen lässt sich daher nicht aus diesem Altersvergleich ableiten.
Was wir aus der Befragung lernen können
Unsere Auswertung macht vor allem drei Dinge sichtbar.
Erstens: Die befragten Frauen berichteten über ein breites Spektrum körperlicher, kognitiver und emotionaler Beschwerden. Hitzewallungen standen dabei nicht im Vordergrund.
Zweitens: Viele Teilnehmerinnen nannten mehrere Beschwerden gleichzeitig und beschrieben deutliche Einschränkungen in ihrem Alltag.
Drittens: Schlafprobleme und eine hohe selbst empfundene Stressbelastung waren innerhalb der Befragungsgruppe weit verbreitet.
Das sind wichtige Beobachtungen aus den Erfahrungen der teilnehmenden Frauen. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Forschung über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Für uns bei Velmena bestätigen die Antworten, wie wichtig es ist, Frauengesundheit in der Lebensmitte verständlich und differenziert zu behandeln – ohne jede Veränderung vorschnell auf die Hormone zurückzuführen.
Über die Befragung: Methodik und Aussagegrenzen
Damit die Ergebnisse richtig eingeordnet und zitiert werden können, legen wir die wichtigsten Informationen zur Datenerhebung offen.
Welche Einschränkungen müssen berücksichtigt werden?
Die Befragung richtete sich an Frauen, die bereits Beschwerden wahrnahmen und aktiv nach Informationen oder Unterstützung suchten. Dadurch besteht eine deutliche Selbstselektion. Frauen ohne entsprechende Beschwerden sind in der Stichprobe nicht angemessen abgebildet.
Außerdem gilt:
- Die Angaben beruhen auf den Antworten der Teilnehmerinnen und wurden nicht medizinisch überprüft.
- Es handelt sich um eine einmalige Erhebung, nicht um eine Langzeitstudie.
- Für die Symptomabfrage waren Mehrfachnennungen möglich.
- Die Daten erlauben keine Aussagen zur Verbreitung der Symptome in der weiblichen Gesamtbevölkerung.
- Die Ergebnisse zeigen keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
- Eine Bewertung der Wirksamkeit medizinischer Behandlungen ist auf dieser Grundlage nicht möglich.
Auch 128 Teilnehmerinnen, die sich nach den vorliegenden Angaben in hormoneller Behandlung befanden, berichteten über Beschwerden. Aufgrund der Auswahl der Teilnehmerinnen und des Erhebungsdesigns lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf den Erfolg oder Misserfolg einer Hormontherapie ziehen.
Die Auswertung sollte deshalb als nicht repräsentative Momentaufnahme der berichteten Erfahrungen dieser 559 Frauen verstanden werden.
Häufige Fragen zur Velmena-Umfrage 2026
Welche Beschwerden wurden in der Befragung am häufigsten genannt?
Am häufigsten nannten die 559 Teilnehmerinnen Erschöpfung und Müdigkeit (76,7 %), gefolgt von Schlafstörungen (71,6 %) und Gewichtszunahme (68,2 %).
Wie viele Frauen berichteten von Brain Fog?
304 von 559 Frauen (54,4 %) nannten Brain Fog beziehungsweise Konzentrationsprobleme.
Welche Rolle spielte nächtliches Aufwachen?
280 Frauen (50,1 %) wählten häufiges nächtliches Aufwachen als Antwort auf die gesonderte Frage zu ihrer Schlafqualität.
Ist die Umfrage repräsentativ?
Nein. Die Teilnehmerinnen nahmen freiwillig über einen digitalen Symptom-Check teil. Die Ergebnisse können nicht auf alle Frauen in den Wechseljahren übertragen werden.
Beweist die Befragung einen Zusammenhang zwischen Stress und Hormonen?
Nein. Die Auswertung zeigt lediglich, dass Frauen mit höherer selbst eingeschätzter Stressbelastung im Durchschnitt mehr Symptome nannten. Die Ursachen wurden nicht untersucht.
Datenquelle und Zitierhinweis
Originalquelle: Velmena GmbH (2026): Wechseljahre-Umfrage 2026: Diese Beschwerden nennen 559 Frauen. Eigene nicht repräsentative Onlinebefragung, Mai–Juni 2026, n = 559.
Bei redaktioneller Verwendung der Ergebnisse bitten wir um eine eindeutige Quellenangabe und Verlinkung dieser Originalveröffentlichung. Die Nicht-Repräsentativität der Daten sollte dabei ausdrücklich berücksichtigt werden. Für Rückfragen zur Befragung und zur aggregierten Auswertung: support@velmena.de
*Die hier dargestelltenDaten und Informationen dienen der allgemeinen Einordnung. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Anhaltende, starke oder ungewöhnliche Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.