Maca in den Wechseljahren: Wirkung, Libido, Energie & Studien
Velmena RedaktionsteamMaca wird seit Jahrhunderten in den peruanischen Anden als Nahrungsmittel geschätzt. Heute ist die Wurzel eines der bekanntesten pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel der Welt und wird häufig mit Energie, körperlicher Leistung, Vitalität und Libido in Verbindung gebracht. Aber was ist wissenschaftlich belegt?
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Herkunft der Pflanze, ihre traditionellen Verwendungen und den aktuellen Zustand der Studien.
Was ist Maca?
Maca (Lepidium meyenii Walp) gehört zur Familie der Kreuzblütenpflanzen und ist daher botanisch mit Brokkoli, Kohl oder Kresse verwandt. Die Pflanze wächst ausschließlich auf den Höhen der peruanischen Anden, oft zwischen 3.500 und 4.500 Meter.
Extreme Bedingungen mit intensiver Sonneneinstrahlung, starken Temperaturschwankungen und nährstoffarmen Böden machen die Maca zu einer außergewöhnlich widerstandsfähigen Pflanze. Hauptsächlich wird die verdickte Speicherwurzel verwendet. Sie kann gelb, rot oder schwarz sein und wird gekocht, getrocknet oder als Pulver verarbeitet.

Wie wird Maca traditionell verwendet?
In Peru ist Maca seit Jahrhunderten ein wertvolles Nahrungsmittel. Es wird gesagt, dass die Wurzel vor allem von Menschen verwendet wurde, die unter den extremen Bedingungen des Hochgebirges lebten.
Traditionell wird Maca verwendet, um
- die körperliche Belastbarkeit unterstützen,
- die Ernährung in Zeiten hoher Beanspruchung zu ergänzen,
- Vitalität und Wohlbefinden fördern,
- Unterstützung von Fruchtbarkeit und Libido.
Diese traditionellen Anwendungen sind der Ausgangspunkt vieler moderner wissenschaftlicher Forschungen. Die traditionellen Erfahrungen ersetzt jedoch nicht den klinischen Nachweis der Wirksamkeit.
Welche Inhaltstoffe machen Maca interessant?
Maca enthält verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe und Nährstoffbestandteile,

Welche dieser Stoffgruppen mögliche beobachtete Effekte erklären könnte, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Die Forschung geht nicht davon aus, dass ein einzelner Bestandteil sämtliche zugeschriebenen Eigenschaften von Maca erklärt. Viele Arbeiten untersuchen die Pflanze beziehungsweise Extrakte als Ganzes.
Warum ist Maca für Frauen in den Wechseljahren interessant?
Maca wird nicht nur bei Männern oder Sportlern untersucht, sondern auch bei Frauen in der Peri- und Postmenopause. Einen Überblick darüber, was im Körper während dieser Zeit passiert, findest du in unserem großen Ratgeber zu den Phasen und Symptomen der Wechseljahre.
Maca und Energie - was sagt die Forschung?
Viele Menschen geben an, dass sie nach der Einnahme von Maca mehr Energie oder eine höhere Belastbarkeit haben. Allerdings ist dieses Thema wissenschaftlich noch relativ wenig erforscht.
Einige kleinere Studien an Sportlern und körperlich aktiven Personen deuten darauf hin, dass Maca die körperliche Leistungsfähigkeit unterstützen könnte. Allerdings ist die Anzahl der Studien gering und die Ergebnisse sind nicht einheitlich.
Die Autoren einer systematischen Übersichtsarbeit kommen daher zu dem Schluss, dass es derzeit keine soliden Belege für einen allgemeinen leistungssteigernden Effekt gibt. Gleichzeitig sehen sie interessante Hinweise, die in größeren Studien überprüft werden sollten. Zur Studie.
Gerade bei Frauen in den Wechseljahren sollte zudem bedacht werden, dass Energielosigkeit viele Ursachen haben kann. Schlafprobleme gehören beispielsweise zu den häufigsten Beschwerden dieser Lebensphase und können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Erschöpfung am Tag verstärken. Mehr dazu erklären wir in unserem Ratgeber zu Schlafstörungen in den Wechseljahren.
Maca im Sport
Maca ist besonders beliebt in Ausdauersportarten. Einige kleinere Untersuchungen zeigen Verbesserungen der individuellen Leistungsparameter oder der subjektiven Belastbarkeit. Eine aktuelle Studie mit Elite-Athleten zeigte nach acht Wochen Hinweise auf Verbesserungen bestimmter Fitnessparameter und Veränderungen der Entzündungsmarker. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und der speziellen Gruppe können jedoch keine allgemeinen Empfehlungen abgeleitet werden. Daher gilt für die aktuelle Situation: Obwohl Maca bei Sportlern weit verbreitet ist, gibt es nur begrenzte wissenschaftliche Belege für eine allgemeine Leistungssteigerung. Zur Studie.
Erhöht Maca den Testosteronspiegel?
Dies ist wahrscheinlich die häufigste Frage über Maca. Die Antwort lautet: Laut aktueller Forschung gibt es keine überzeugenden Beweise dafür, dass Maca den Testosteronspiegel erhöht.
Eine placebokontrollierte Studie an gesunden Männern untersuchte diesen Zusammenhang über einen Zeitraum von 12 Wochen. Das Ergebnis war bemerkenswert: Die Teilnehmer berichteten von einem erhöhten sexuellen Verlangen, aber der Testosteron- und Östrogenspiegel blieben unverändert. Zur Studie.

Für Männer bedeutet das:
Wenn Maca tatsächlich eine Wirkung auf die Libido oder Vitalität hat, scheint sie nicht durch einen Anstieg des Testosterons vermittelt zu werden. Die zugrunde liegenden Mechanismen werden noch nicht vollständig verstanden.
Maca und Libido
Die beste wissenschaftliche Evidenz liegt derzeit im Bereich der sexuellen Gesundheit. Eine systematische Überprüfung bewertete mehrere randomisierte, placebokontrollierte Studien. Die Autoren fanden Hinweise auf eine Verbesserung der sexuellen Funktion oder Libido. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass die Anzahl der qualitativ hochwertigen Studien gering bleibt und die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Auch hier gilt: Die Daten sind vielversprechend, reichen aber noch nicht aus, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen. Zur Studie.
Wie wird Maca verwendet?
Maca ist unter anderem erhältlich als:
- Pulver
- Kapseln
- standardisierte Extrakte
- Bestandteil von Pflanzenkomplexen
- Bestandteil äußerlich angewendeter Pflegeprodukte
Wichtig ist dabei: Die Studienergebnisse beziehen sich jeweils auf konkrete Zubereitungen und Dosierungen. Ergebnisse aus Studien mit oral eingenommenem Maca-Pulver können deshalb nicht automatisch auf eine Creme übertragen werden.
Maca in der Fokus-Creme
Maca wird nicht nur als Pulver, Kapsel oder Extrakt angeboten. Bei Velmena findest du Maca auch als Bestandteil der Fokus Körper-Creme, die speziell als morgendliches Pflegeritual gedacht ist. Die Fokuscreme kombiniert Maca-Wurzelextrakt mit weiteren pflanzlichen Bestandteilen wie Yamswurzel, Passionsblume und Bockshornklee.

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Mehr als Maca: Warum enthält die Focuscreme mehrere Pflanzen?
Maca steht im Mittelpunkt der Fokuscreme, aber die Rezept geht bewusst weiter. Neben dem Extrakt aus der Maca-Wurzel enthält sie unter anderem Extrakte aus der Yamswurzel, der Passionsblume, dem Bockshornklee sowie Essenzen aus der Rinde von Eichen und anderen Pflanzen.
Die Idee ist nicht, dass ein einzelner Inhaltsstoff für eine bestimmte Wirkung verantwortlich ist. Vielmehr kombiniert die Rezeptur verschiedene Pflanzen, von denen jede in der traditionellen Botanik für ihre unterschiedlichen Eigenschaften geschätzt wird.
- Maca wird traditionell mit Vitalität, körperlicher Ausdauer und Leistungsbereitschaft in Verbindung gebracht, einige Humanstudien vorhanden
- Yams ist eine der bekanntesten Pflanzen in Bezug auf das hormonelle Gleichgewicht und wird seit langem in der traditionellen Pflanzenkunde verwendet.
- Passionsblume wird traditionell mit innerer Ruhe und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht.
- Bockshornklee ist eine traditionelle Stärkungs- und Nahrungspflanze; erste Studien zu Wechseljahresbeschwerden liegen vor, aber noch keine belastbare Evidenz.
Die Creme hat eine leichte, cremige Textur und wird von vielen Anwenderinnen morgens auf Hautstellen wie die Innenseiten der Oberarme, den Bauch oder die Innenseiten der Oberschenkel aufgetragen.
Ein Morgenritual für Frauen in den Wechseljahren
Die Fokus Creme wird einmal täglich morgens angewendet. Dazu werden vier Hübe der Creme auf eine Hautstelle mit feiner Struktur aufgetragen, zum Beispiel auf die Innenseiten der Oberarme, den Bauch oder die Innenseiten der Oberschenkel. Anschließend wird die Creme sanft einmassiert, bis sie vollständig eingezogen ist. So lässt sie sich unkompliziert in die morgendliche Pflegeroutine integrieren – sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Fazit: Maca ist interessant - aber kein Hormonbooster
Maca ist eine traditionsreiche Pflanze aus den peruanischen Anden, die heute vor allem im Zusammenhang mit Libido, Vitalität und körperlichem Wohlbefinden untersucht wird. Erste Humanstudien zeigen interessante Hinweise – auch bei Frauen in den Wechseljahren –, die Datenlage ist insgesamt aber noch zu begrenzt für allgemeine Empfehlungen.
Wichtig ist: Maca gilt nicht als Testosteron- oder Östrogen-Booster. Mögliche Effekte scheinen nicht einfach über einen Anstieg dieser Hormone erklärt werden zu können. Maca ist damit wissenschaftlich spannend, aber kein Wundermittel – und sollte mit realistischen Erwartungen betrachtet werden.