Yamswurzel in den Wechseljahren: Wirkung, Studien und Anwendung
Velmena RedaktionsteamDieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand über die Yamswurzel, ihre Rolle in der Gynäkologie und die Erkenntnisse aus den neuesten Studien zusammen. Dabei unterscheiden wir bewusst zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Erfahrungen aus der Naturheilkunde und traditionellen Anwendungsweisen.
Zwischen traditionellem Heilwissen und moderner Forschung
"Ich erkenne mich selbst nicht wieder." Diesen Satz hören Gynäkologen und Therapeuten häufig von Frauen im Alter zwischen 40 und 50. Plötzlich ändert sich der Schlaf. Der Zyklus wird unregelmäßig. Die Stimmung schwankt mehr als zuvor. Einige Frauen haben Hitzewallungen, andere fühlen sich erschöpft, reizbar oder erleben zum ersten Mal Gelenkbeschwerden. Oft beginnt all dies lange, bevor die Menstruation endgültig aufhört.
Diese Lebensphase wird als Perimenopause bezeichnet. Mehr Informationen zu den verschiedenen Phasen der Wechseljahre und den vielfältigen Symptomen des hormonellen Wandels gibt es in diesem ausführlichen Artikel in unserem Blog. Die Perimenopause markiert den Beginn einer natürlichen hormonellen Veränderung, die 10 bis 15 Jahre dauert und die jede Frau anders erlebt.
Während einige Frauen sich bewusst für eine Hormonersatztherapie (HRT) oder nach Rücksprache mit einem Arzt für bioidentische Hormone entscheiden, wünschen sich viele Frauen zunächst eine natürliche Unterstützung. Das Interesse an Heilpflanzen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine Pflanze, die in diesem Zusammenhang seit Jahrzehnten große Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist die wilde Wurzel der Yamswurzel (Dioscorea villosa). Insbesondere in der Naturheilkunde gilt sie als interessante Ergänzung während der hormonellen Übergangsphase. Gleichzeitig richtet sich die Forschung zunehmend auf die bioaktiven Inhaltsstoffe verschiedener Yams-Arten. In dieser Hinsicht ist das Bild differenziert: Einige Studien deuten auf hormonähnliche, antioxidative und stoffwechselbezogene Wirkungen hin; die wissenschaftlichen Belege für konkrete gesundheitliche Effekte beim Menschen sind jedoch bislang begrenzt.
Das Wichtigste zu Yams auf einen Blick
Die Yamswurzel gehört zur Pflanzengattung Dioscorea und wird seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilpflanze verwendet. Sie wird besonders in der Naturmedizin zur Unterstützung in Phasen der hormonellen Umstellung geschätzt.
- Der bekannteste Inhaltsstoff ist Diosgenin, das industriell zur Herstellung von Steroidhormonen (Progesteron, Östrogen) eingesetzt werden kann. Nach heutigem Kenntnisstand findet diese Verwandlung jedoch nicht im menschlichen Körper statt. Warum aber Diosgenin häufig mit Progesteron in Verbindung gebracht wird und ob der Körper daraus tatsächlich Progesteron bilden kann, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zu Yamswurzel und Progesteron.
- Die bisher wichtigste an Menschen durchgeführte Studie (Wu et al., 2005) zeigte Veränderungen bestimmter hormoneller und stoffwechselbezogener Marker nach regelmäßigem Konsum von Yams.
- Diese Studie wurde mit einer essbaren Art von Yams (Dioscorea alata) durchgeführt. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel und Yamscremes werden dagegen aus Dioscorea villosa (wilder Yams) hergestellt. Er enthält typischerweise höhere Mengen an steroidalen Saponinen wie Diosgenin sowie andere bioaktive pflanzliche Substanzen.
- Die Ergebnisse der Wu-Studie lassen sich daher nicht direkt auf Extrakte aus wildem Yams anwenden, weder positiv noch negativ.
Naturheilkundige wie die Gynäkologin und Heilpflanzenexpertin Heide Fischer berichten seit vielen Jahren von positiven Erfahrungen mit der wilden Variante des Yams (Wild Yam), insbesondere zu Beginn der Perimenopause. Diese Erfahrungen ergänzen die wissenschaftliche Forschung, ersetzen sie aber nicht.
Warum interessieren sich so viele Frauen in der Perimenopause für die Yamswurzel?
Während der Perimenopause verändert sich das hormonelle Gleichgewicht grundlegend. Nicht nur die Progesteron- und die Östrogenproduktion schwanken zunehmend, sondern auch andere hormonelle Kreisläufe geraten aus dem Gleichgewicht.
Gerade weil diese Symptome oft schon vor Eintritt in die Menopause auftreten, suchen viele Frauen nach Möglichkeiten, ihren Körper auf natürliche Weise zu unterstützen.
Die Yamswurzel wird seit vielen Jahren in der Naturheilkunde verwendet. Insbesondere die Gynäkologin und Heilpflanzenexpertin Heide Fischer beschreibt sie als eine der interessantesten Pflanzen für Frauen, die Phasen hormoneller Umstellungen durchlaufen. In ihrem Buch “Mein Kompass für die Wechseljahre” (2025) betont sie, dass die Yamswurzel insbesondere während der zunehmenden hormonellen Veränderungen ab dem 40. Lebensjahr eine wichtige Rolle spielen kann.
Gleichzeitig unterstreicht die moderne Forschung, dass die möglichen Wirkungen der Yamswurzel wahrscheinlich nicht auf einen einzelnen Inhaltsstoff zurückzuführen sind, sondern auf das komplexe Zusammenspiel verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe.
Was ist die Yamswurzel? – Botanik einer faszinierenden Kletterpflanze
Die Yamswurzel gehört zur Pflanzengattung Dioscorea, die weltweit mehr als 600 Arten umfasst. Sie wächst hauptsächlich in tropischen und subtropischen Regionen in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika. Viele dieser Yamsarten werden seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel verwendet, und einige haben eine lange Tradition als Heilpflanzen. Zu den bekanntesten Arten zählen:

Die Pflanze bildet lange Klettertriebe und unterirdische Speicherknollen, die reich an Stärke und zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen (ähnlich der Süßkartoffel) sind. Sie dient der Pflanze als Energiereserve und enthält unter anderem:
- Steroidsaponine
- Diosgenin
- Polyphenole
- Flavonoide
- Ballaststoffe
- Mineralstoffe
- Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung
Diese natürliche Kombination macht die Yamswurzel aus ernährungsphysiologischer Sicht besonders interessant. Auch für die Forschung sind diese Inhaltsstoffe von Interesse. Heute gehen Forscher davon aus, dass eben nicht nur Diosgenin als einzelner Stoff, sondern das Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe für die möglichen biologischen Eigenschaften verantwortlich sein könnte.

Die verschiedenen Yams-Arten unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und ihrem Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen. Daher können die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien nicht einfach auf alle Yams-Arten oder alle verfügbaren Yams-Präparate (Nahrungsergänzungsmittel oder Cremes) übertragen werden.
Wer nach "Yams Wechseljahre sucht", findet oft zwei Extreme: Entweder werden der Yamswurzel fast wundersame Eigenschaften zugeschrieben oder sie wird vorschnell als unwirksam abgetan. Beides wird der aktuellen Datenlage nicht gerecht. Die Wissenschaft liefert einige spannende Erkenntnisse. Gleichzeitig verfügt die Frauennaturheilkunde - unter anderem durch die Arbeit von Heide Fischer - über jahrzehntelange praktische Erfahrungen. Diese beiden Perspektiven werden im weiteren Verlauf des Artikels beleuchtet.
Traditionelle Verwendung der Yamswurzel
Die Wurzel des wilden Yams hat eine lange und vielfältige ethnobotanische Geschichte. Die traditionellen Kulturen wussten, dass bestimmte Arten von Yams nicht roh verzehrt werden sollten, sondern erst verarbeitet werden mussten. Einweichen, Waschen und Kochen waren wichtige Verfahren zur Reduzierung unerwünschter Inhaltsstoffe.

In der traditionellen Kräutermedizin ist Dioscorea villosa (Wild Yam, wilder Yams) insbesondere mit krampfartigen Symptomen, Menstruationsschmerzen, schwangerschafts- und geburtsbedingten Beschwerden sowie Verdauungsproblemen assoziiert. Die traditionelle Verwendung bei rheumatischen und entzündlichen Erkrankungen ist ebenfalls dokumentiert. Diese jahrhundertealte Nutzungsgeschichte macht die Pflanze wissenschaftlich interessant, ersetzt aber nicht moderne klinische Studien. Für eine seriöse Klassifizierung ist es daher entscheidend, klar zwischen traditioneller Erfahrung, ethnobotanischer Tradition und modernen wissenschaftlichen Beweisen zu unterscheiden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Yamswurzel
Diosgenin: der bekannteste pflanzliche Wirkstoff
Kaum ein anderer Inhaltsstoff der Yamswurzel ist so bekannt und wird so kontrovers diskutiert wie Diosgenin. Für viele Frauen ist er der Grund, warum sie überhaupt zu Yams-Präparaten greifen. Gleichzeitig ranken sich viele Mythen um Diosgenin, die immer wieder für Verwirrung sorgen. Doch was steckt tatsächlich dahinter?
Die Pflanze wurde im 20. Jahrhundert für ihren hohen Gehalt an Diosgenin bekannt. Chemisch gesehen gehört Diosgenin zur Gruppe der Steroidsaponine und weist eine ähnliche Molekülstruktur wie Steroidhormone auf. Aus diesem Grund ist Diosgenin seit vielen Jahrzehnten für die pharmazeutische Forschung interessant. Der Chemiker Russell Marker entwickelte in den 1940er-Jahren ein Verfahren, bei dem Yams-Diosgenin als Rohstoff für die chemische Produktion von Steroidhormonen verwendet wurde. Mithilfe mehrstufiger chemischer Verfahren ist es gelungen, Diosgenin aus der Yamswurzel als Ausgangsstoff für die Herstellung verschiedener Steroidhormone zu nutzen. Es ist heute Ausgangsstoff für die industrielle Herstellung verschiedener Hormone wie Progesteron, Cortison und bestimmte Östrogene. Erfahre mehr in unserem Artikel zu Yamswurzel, Diosgenin und Progesteron.
Dies führt häufig zu einem Missverständnis, wenn es darum geht, ob der Körper aus Diosgenin selbst Progesteron bilden kann. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft lautet die Antwort: Nein.


Zwar lässt sich Diosgenin im Labor durch mehrstufige chemische Prozesse zur Herstellung von Steroidhormonen nutzen, doch wurde bislang nicht nachgewiesen, dass diese Umwandlung auch im menschlichen Stoffwechsel stattfindet. Darauf weisen sowohl wissenschaftliche Übersichtsstudien als auch Gynäkologen hin. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Yamswurzel wirkungslos ist.
Aktuelle Forschungsergebnisse deuten vielmehr darauf hin, dass verschiedene Inhaltsstoffe gemeinsam biologische Prozesse im Körper beeinflussen könnten. Deswegen richtet sich der Blick auf dieses sogenannte Phytokomplex-Prinzip. Zu diesen bioaktiven Substanzen gehören, wie bereits oben genannt:
- weitere Steroidsaponine,
- Polyphenole,
- Flavonoide,
- antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe,
- Ballaststoffe,
- Vitamine und Mineralstoffe.
Laborstudien deuten darauf hin, dass einige dieser Substanzen mit den hormonellen Signalwegen interagieren oder antioxidative Eigenschaften haben könnten. Die Bedeutung dieser Beobachtungen für Frauen in den Wechseljahren wird leider nicht so intensiv erforscht, wie es wünschenswert wäre.


Was sagt die Naturheilkunde zu Yams und Diosgenin?
Überliefertes Wissen trifft da auf moderne Frauenheilkunde: Die Wilde Yamswurzel hat in Mittel- und Südamerika eine lange Tradition. Schon die indigenen Völker nutzten verschiedene Arten der Gattung “Dioscorea” zur Behandlung gynäkologischer Beschwerden.
Während die Wissenschaft vor allem individuelle Wirkmechanismen untersucht, betrachtet die Naturheilkunde traditionell den Menschen ganzheitlicher. Eine der bekanntesten deutschsprachigen Expertinnen auf diesem Gebiet ist die Gynäkologin Heide Fischer, die sich seit vielen Jahren mit der naturheilkundlichen Begleitung von Frauen in den Wechseljahren beschäftigt.
In ihrem Buch “Mein Kompass durch die Wechseljahre” (2025) beschreibt sie Diosgenin als einen Pflanzenstoff von besonderer Bedeutung für Frauen in Phasen hormoneller Umstellungen:
Diese Aussage beschreibt den naturheilkundlichen Erfahrungsansatz der Autorin. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es wichtig zu unterscheiden: Eine dem Progesteron ähnliche Wirkung im naturheilkundlichen Sinne entspricht nicht einer nachgewiesenen Erhöhung des Progesteronspiegels im Körper.
Heide Fischer weist auf der Grundlage ihrer langjährigen klinischen Erfahrung darauf hin, dass Frauen, insbesondere zu Beginn der Perimenopause, von der Anwendung der Yamswurzel profitieren könnten. Eine kleine Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2002 mit etwa 20 Frauen deutete auf positive Erfahrungen hin, vor allem hinsichtlich der frühen Wechseljahrsbeschwerden. Aufgrund des Studiendesigns, bei dem eine Kontrollgruppe fehlte, lassen sich daraus jedoch keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit ableiten.
Gerade diese Differenzierung trägt dazu bei, dass die Diskussion über Yams in den Wechseljahren objektiv geführt wird. Erfahrungen in der Naturheilkunde und wissenschaftliche Erkenntnisse schließen sich nicht gegenseitig aus, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Yams - Mehr als nur Diosgenin
In den letzten Jahren hat sich das wissenschaftliche Verständnis der Yamswurzel erheblich weiterentwickelt. Heute steht nicht mehr nur Diosgenin im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie das Zusammenspiel verschiedener pflanzlicher Substanzen den Organismus beeinflussen könnte. Die Forscher schauen unter anderem auf antioxidative Eigenschaften, mögliche Wechselwirkungen mit Östrogenrezeptoren sowie Einflüsse auf Entzündungen und Stoffwechselprozesse.
Heutzutage gehen Wissenschaftler davon aus, dass die möglichen Eigenschaften der Yamswurzel wahrscheinlich auf verschiedene bioaktive Substanzen zurückzuführen sind. Dazu gehören unter anderem:

Laborstudien haben gezeigt, dass einige dieser Bestandteile an Östrogenrezeptoren binden oder diese beeinflussen können. Gleichzeitig werden antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften vermutet. Diese Ergebnisse stammen jedoch hauptsächlich aus Zell- und Tiermodellen und lassen sich daher nicht direkt auf den Menschen übertragen.

Diese Entwicklung erklärt auch, warum die Humanstudie von Wu et al. (2005) weiterhin eine Schlüsselrolle spielt. Schließlich hat er zum ersten Mal nicht nur einzelne Inhaltsstoffe im Labor untersucht, sondern auch den regelmäßigen Verzehr einer bestimmten Art von essbarem Yams bei menopausalen Frauen untersucht. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass es 600 verschiedene Yamsarten gibt und für Wechseljahresprodukte wilder Yams verwendet wird, kein Speiseyams.
Diese Studie wird im nächsten Kapitel ausführlich betrachtet.
Was sagt die Wissenschaft? Studien zur Yamswurzel in den Wechseljahren
Obwohl die Yamswurzel seit Jahrhunderten in der traditionellen Frauenheilkunde verwendet wird, befindet sich die wissenschaftliche Forschung zu ihren Wirkungen bei Frauen in den Wechseljahren im Vergleich dazu noch in einem frühen Stadium. Im Gegensatz zu klassischen Medikamenten ist die wissenschaftliche Datenbasis sehr überschaubar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass keine Forschung betrieben wird; im Gegenteil: In den letzten Jahren sind zahlreiche Laborstudien erschienen, Tierversuche und einige Studien am Menschen, die sich mit den Inhaltsstoffen und möglichen Wirkmechanismen verschiedener Arten von Dioscorea beschäftigen.
Dennoch hat sich in den letzten 20 Jahren ein interessantes Bild abgezeichnet: Heute konzentriert sich die Forschung nicht mehr ausschließlich auf Diosgenin, sondern auf das komplexe Zusammenspiel verschiedener bioaktiver pflanzlicher Wirkstoffe sowie auf deren mögliche Auswirkungen auf den Hormonstoffwechsel, auf oxidativen Stress sowie auf Entzündungsprozesse. Es ist wichtig zu verstehen, dass sich nicht alle Studien auf die gleiche Art von Yams beziehen. Einige Studien untersuchen Dioscorea villosa (Wild Yam), andere Dioscorea alata, Dioscorea opposita oder andere Arten. Ebenso variieren die verwendeten Extrakte, die Dosierungen und die Verabreichungsformen erheblich. Daher können die Ergebnisse nicht wirklich miteinander verglichen werden. Welche Human-, Labor- und Creme-Studien es bislang gibt und wie belastbar ihre Ergebnisse sind, findest du in unserer ausführlichen Einordnung der Yamswurzel-Studien.
Aus wissenschaftlicher Sicht gilt derzeit: Die vorliegenden Studien liefern interessante Daten, reichen aber noch nicht aus, um allgemeine Aussagen über die Wirksamkeit der Yams-Wurzel bei menopausalen Beschwerden zu treffen. Gleichzeitig zeigen sie, dass die Pflanze viel komplexer ist als bisher angenommen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Arten wissenschaftlicher Studien zu unterscheiden:

Die bislang aussagekräftigste Humanstudie zur essbaren Yamswurzel stammt aus Taiwan und wurde 2005 veröffentlicht.
Die Studie von Wu (2005): Die bislang wichtigste Studie am Menschen zur Yamswurzel in den Wechseljahren
Wer sich eingehender mit der Yamswurzel beschäftigt, stößt früher oder später auf die Studie von Wu et al. (2005). Sie gilt bis heute als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Studien zu der Frage, ob der regelmäßige Verzehr von Yamswurzel bei Frauen in den Wechseljahren messbare Veränderungen bewirken kann.
Zur Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16093400/

Die Wu-Studie bleibt wichtig, weil sie als eine der wenigen Humanstudien messbare Veränderungen nach dem Verzehr von Yams zeigte. Sie belegt jedoch weder, dass Yams typische Wechseljahresbeschwerden lindert, noch dass der Körper daraus Progesteron bildet.
Weitere Studien: Mögliche Wirkmechanismen der Yamswurzel
Nach der Veröffentlichung der Studie von Wu verlagerte sich der Schwerpunkt der Forschung zunehmend auf die Frage, warum die Yamswurzel überhaupt biologische Wirkungen haben könnte. In diesem Zusammenhang richtete sich das Augenmerk nicht mehr ausschließlich auf das bekannte Diosgenin, sondern auf verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe und deren Wechselwirkungen mit hormonellen Signalwegen.
Daher werden folgend die Arbeiten von Cheng et al., Yang et al., aktuelle Übersichtsarbeiten aus dem Jahr 2024 sowie die Studie zur Wild Yams-Creme vorgestellt, die wichtige Unterschiede zwischen der essbaren Yamswurzel und Präparaten zur äußerlichen Anwendung aufzeigt.
Welche Wirkmechanismen werden derzeit diskutiert?
Die Frage, wie die Yamswurzel im Körper wirken könnte, beschäftigt die Wissenschaft schon seit vielen Jahren. Während früher das Augenmerk fast ausschließlich auf Diosgenin, einem Steroidsaponin, lag, konzentriert sich die aktuelle Forschung zunehmend auf das Zusammenspiel verschiedener bioaktiver Pflanzenstoffe.
Heutzutage gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich die möglichen Wirkungen der Yamswurzel nicht durch einen einzigen Inhaltsstoff erklären lassen. Vielmehr könnten Steroidsaponine, Polyphenole, antioxidative Pflanzenstoffe und andere sekundäre Pflanzenstoffe gemeinsam verschiedene Stoffwechselwege beeinflussen. In diesem Zusammenhang werden insbesondere vier mögliche Wirkmechanismen diskutiert:
- Einfluss auf die Östrogenrezeptoren
- Antioxidative Eigenschaften
- Entzündungsmodulierende Wirkungen
- Förderung des Fett- und Knochenstoffwechsels
Diese Mechanismen leiten sich hauptsächlich aus Labor- und Tierversuchen ab. Sie liefern wertvolle Informationen, ersetzen jedoch keine klinischen Studien am Menschen.

Warum scheinen sich Naturheilkunde und Forschung zu widersprechen?
An dieser Stelle lohnt es sich, genauer darauf einzugehen. Die Studie von Komesaroff untersuchte eine ganz bestimmte Creme aus Wilder Yamswurzel bei einer relativ kleinen Gruppe von Frauen, die sich bereits in der Postmenopause befanden. Sie beantwortet nicht alle Fragen rund um die Yamswurzel. So lässt sie beispielsweise offen,
- ob andere Extrakte eine abweichende Zusammensetzung haben,
- ob standardisierte Präparate andere Eigenschaften aufweisen,
- ob Frauen in der frühen Perimenopause anders reagieren
- oder welche Rolle andere pflanzliche Inhaltsstoffe der Yamswurzel spielen.
Die Gynäkologin Heide Fischer weist zudem auf der Grundlage ihrer langjährigen Praxis in der Naturheilkunde darauf hin, dass sie positive Erfahrungen beobachtet hat, insbesondere bei Frauen, die sich am Beginn des hormonellen Wandels befinden. Diese Erfahrungen stellen jedoch keine klinischen Wirksamkeitsnachweise dar, sondern ergänzen den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse durch praxisbezogene Beobachtungen.


Genau aus diesem Grund ist es sinnvoll, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Naturheilkunde nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie gemeinsam zu betrachten. Während Studien zeigen, was bislang wissenschaftlich belegt ist, kann die über viele Jahre gesammelte praktische Erfahrung wichtige Impulse für die zukünftige Forschung liefern.
Vorläufige Schlussfolgerung auf der Grundlage der verfügbaren Studien
Die aktuelle Forschungslage ergibt ein differenziertes Bild:

Gerade diese differenzierte Sichtweise macht deutlich, warum die Yamswurzel sowohl in der Forschung als auch in der Naturheilkunde, die sich der Frauengesundheit widmet, nach wie vor großes Interesse weckt.
Warum berichten trotzdem so viele Frauen von positiven Erfahrungen?
Der Widerspruch zwischen Wissenschaftlern, die mehr Studien fordern (die Finanzierung ist sicher die größte Herausforderung) und Frauen, Heilpraktikern sowie naturheilkundlich tätigen Ärzten, die über positive Erfahrungen berichten, ist nicht so groß, wie es scheint. Die Antwort ist einfach: Wissenschaft und Erfahrungsmedizin betrachten unterschiedliche Ebenen.
Die Wissenschaft fragt: Kann ein Effekt unter kontrollierten Bedingungen nachgewiesen werden? Die Erfahrungsmedizin fragt: Welche Beobachtung machen Menschen im Alltag?
Beide Perspektiven sind durchaus berechtigt. Frauen erleben die Wechseljahre sehr unterschiedlich. Andere Faktoren wie Ernährung, Stress, Bewegung, Genetik, andere Erkrankungen, stille Entzündungen, Darmgesundheit und auch Lebergesundheit beeinflussen das Wohlbefinden erheblich. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Frauen unterschiedlich auf pflanzliche Begleiter reagieren.
Yamswurzel in der Perimenopause: Wann kann die Einnahme von Yamswurzel empfehlenswert sein?
Die meisten Frauen verbinden die Wechseljahre mit dem Ausbleiben der Menstruation. Tatsächlich beginnen die hormonellen Veränderungen jedoch meist bereits fünf bis zehn Jahre zuvor, in der sogenannten Perimenopause. In dieser Lebensphase produziert der Körper nicht einfach kontinuierlich immer weniger Hormone, sondern es kommt zu starken Schwankungen. Vor allem das empfindliche Zusammenspiel zwischen Östrogen und Progesteron verändert sich. Daher empfinden viele Frauen ihren Zyklus als unvorhersehbar: Manche Monate verlaufen praktisch beschwerdefrei, während andere von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Spannungsgefühlen in den Brüsten oder Hitzewallungen geprägt sind.

Gerade in dieser Phase interessieren sich viele Frauen für pflanzliche Möglichkeiten, ihren Körper auf natürliche Weise zu unterstützen. Die Yamswurzel nimmt seit vielen Jahren einen besonderen Platz in der Naturheilkunde für die Frauengesundheit ein.
Warum besonders die Perimenopause?
Aus der Sicht der Naturmedizin gilt die Perimenopause als jene Phase, in der pflanzliche Begleitstoffe besonders nützlich eingesetzt werden können. Das Ziel ist nicht, die Hormone zu ersetzen, sondern den Körper in seiner natürlichen Fähigkeit zur Regulierung zu unterstützen.
Heide Fischer beschreibt in ihrem Buch “Mein Kompass durch die Wechseljahre” auch, dass die wilde Yamswurzel eine wichtige Rolle spielen kann, insbesondere bei hormonellen Veränderungen, die um die 40 Jahre beginnen. Nach ihrer Erfahrung ist sie besonders für Frauen geeignet, deren Zyklus noch existiert, die aber bereits die typischen Symptome der hormonellen Veränderung erleben. Diese Einschätzung stammt aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Naturmedizin und ergänzt das wissenschaftliche Wissen. Die klinischen Studien, die diese Anwendung speziell in der Perimenopause untersucht haben, sind begrenzt.
Heide Fischer: Über 20 Jahre Erfahrung mit der wilden Yams-Wurzel
Die Gynäkologin und Heilpflanzenexpertin Heide Fischer ist eine der bekanntesten Vertreterinnen der Frauennaturheilkunde im deutschsprachigen Raum. Bereits in den frühen 2000er Jahren widmete sie sich aufgrund der traditionellen Anwendung für Frauenthemen intensiv der wilden Variante des Yams und entwickelte ein eigenes Yamsgel, das sie im Rahmen einer kleinen praktischen Anwendungsbeobachtung nutzte.
Etwa 20 Frauen mit prämenopausalen oder beginnenden Wechseljahressymptomen haben das Gel über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten verwendet. Laut Fischer berichteten insbesondere Frauen in der frühen Perimenopause von einer deutlichen Verbesserung ihres Wohlbefindens, während Frauen in der fortgeschrittenen Menopause weniger ausgeprägte Veränderungen bemerkten. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und des fehlenden Vergleichs mit dem Placebo kann jedoch keine wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit abgeleitet werden. Doch gerade diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, dass sich die Yamswurzel im Bereich der Naturheilkunde als Begleiterin der Wechseljahre etablieren konnte.
Heide Fischer beschreibt in ihrem “Frauenheilbuch” (2002) die Wirkung von Yams folgendermaßen:


Wilder Yams aus der Sicht der Naturheilkunde
In ihrem aktuellen Buch “Mein Kompass durch die Wechseljahre” (2025) beschreibt Heide Fischer die Wilde Yamswurzel als eine Pflanze, die Frauen während der hormonellen Übergangsphasen begleiten kann. Sie schreibt: „Solange noch Zyklus besteht, wird die Yamswurzel eher in der zweiten Zyklushälfte eingesetzt, sonst durchgehend oder mit einer Pause von einer Woche pro Monat.“
Diese Empfehlung beruht auf empirischen Werten der Naturheilkunde und stellt keine allgemeine medizinische Empfehlung dar. Sie zeigt jedoch, dass die Anwendung der Wurzel der Yamswurzel in der Praxis individuell auf jede Lebensphase abgestimmt ist.
Stimmung, Schlaf und hormonelle Veränderungen
Viele Frauen erleben die Perimenopause nicht nur als körperliche, sondern auch als emotionale Herausforderung. Stimmungsschwankungen, innere Unruhe oder Schlafprobleme sind einige der häufigsten Nebenwirkungen der hormonellen Veränderung.
Heide Fischer beschreibt diese Veränderungen wie folgt: „Es sind vor allem die progesteronwirksamen Heilpflanzen wie Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer und Yamswurzel, die in dieser Zeit Linderung verschaffen.“ An anderer Stelle schreibt sie: „Naturheilkundler werden einen pflanzlichen Progesteronausgleich der zweiten Zyklushälfte mit Frauenmantel, Mönchspfeffer oder Yamswurzel bevorzugen.“
Diese Aussagen spiegeln den naturheilkundlichen Ansatz der Autorin wider. Aus wissenschaftlicher Sicht ist jedoch immer noch gültig: Bis jetzt gibt es keine nachgewiesenen Beweise dafür, dass die Yamswurzel direkt das Progesteron beim Menschen erhöht. Stattdessen wird untersucht, ob verschiedene pflanzliche Substanzen aus der Yamswurzel hormonähnliche Signalwege beeinflussen könnten. Gerade diese Unterscheidung zwischen heilender Erfahrung und wissenschaftlicher Evidenz ist wichtig, um den aktuellen Stand der Studien realistisch einzuordnen.
Yamscreme oder Kapseln: Welche Form ist für welche Frau geeignet?
Wer sich mit der Yamswurzel beschäftigt, erkennt schnell, dass es verschiedene Produktformen gibt. Dazu gehören Cremes, standardisierte Kapseln und Zubereitungen in Kombination mit anderen pflanzlichen Stoffen. Die richtige Form hängt unter anderem von den persönlichen Bedürfnissen, der Lebensphase und den individuellen Vorlieben ab.


Wichtig: Der wissenschaftliche Stand der Studien unterscheidet oft nicht nur zwischen den Dosierungsformen, sondern auch zwischen verschiedenen Arten von Yams, Extrakten und Dosen. Daher können die Ergebnisse einer Studie nicht automatisch auf Produkte übertragen werden.
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Magic Yams – Yamscreme (hormonfrei) Für Frauen, die eine hochwertige Yamscreme in ihre tägliche Körperpflege integrieren möchten, kann Magic Yams eine interessante Option sein. Die Creme ist sparsam und einfach zu verwenden und wird von vielen Frauen als fester Bestandteil ihrer Selbstfürsorge während der Wechseljahre geschätzt. 👉 Zur Creme: Magic Yams bei Velmena |
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Wild-Yams-Kapseln Für Frauen, die eine standardisierte Einnahme bevorzugen, sind hochwertige Wild-Yams-Kapseln eine praktische Alternative. Standardisierte Extrakte ermöglichen eine gleichbleibende Qualität und Dosierung. 👉 Zu den Kapseln: Wild-Yams-Kapseln bei Velmena |
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Wechseljahreskomplex mit Yams Für Frauen, die auf eine Kombination aus verschiedenen traditionell verwendeten Pflanzen setzen möchten, kann ein Komplex mit Yams, Mönchspfeffer und Rotklee interessant sein. Jede dieser Pflanzen wird seit Langem in der Frauenheilkunde verwendet und besitzt ein eigenes phytotherapeutisches Profil. 👉 Zum Produkt: Wechseljahre-Komplex bei Velmena |
Hinweis: Die Wahl eines Nahrungsergänzungsmittels sollte immer auf den persönlichen Bedürfnissen basieren. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung.
Yams in den Wechseljahren kurz zusammengefasst


Naturheilkundige wie Heide Fischer berichten von positiven Erfahrungen mit der wilden Yamswurzel, insbesondere zu Beginn der Perimenopause. Diese Erfahrungen ergänzen das wissenschaftliche Wissen, ersetzen aber nicht den klinischen Nachweis der Wirksamkeit.
Tradition trifft auf Wissenschaft - zwei einander ergänzende Perspektiven
Besonders bei Heilpflanzen wie der Yamswurzel lohnt es sich, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Während die moderne Wissenschaft vor allem objektiv messbare Effekte sucht, beruht die Naturmedizin auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Begleitung von Frauen durch verschiedene Lebensphasen. Beide Perspektiven verfolgen das gleiche Ziel: Frauen in den Wechseljahren bestmöglich zu unterstützen.
Wissenschaftliche Forschung liefert wichtige Informationen über die Inhaltsstoffe, mögliche Wirkmechanismen und die Qualität der Evidenz. Gleichzeitig kann die langjährige praktische Erfahrung wertvolle Informationen darüber liefern, welche Pflanzen sich bei der individuellen Nachverfolgung bewährt haben und welche Fragen in Zukunft genauer untersucht werden sollten.
Die Yamswurzel ist dafür ein gutes Beispiel. Die Forschung zeigt erste interessante Ansätze, insbesondere im Hinblick auf hormonähnliche Signalwege, antioxidative Eigenschaften und Stoffwechselprozesse. Gleichzeitig berichten naturheilkundlich tätige Ärztinnen seit vielen Jahren über positive Erfahrungen bei Frauen in der Perimenopause. Diese beiden Perspektiven schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern können einander sinnvoll ergänzen. Aber auch bei pflanzlichen Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf Verträglichkeit und Anwendung. Was zu möglichen Nebenwirkungen und Risiken der Yamswurzel bekannt ist und wann Rücksprache sinnvoll ist, haben wir separat zusammengefasst.
Fazit: Yams - eine interessante Pflanze mit Potenzial und Forschungsbedarf
Die Yamswurzel ist eine der faszinierendsten Pflanzen der Frauenheilkunde. Ihre lange Tradition, die vielfältigen Inhaltsstoffe und die wachsende wissenschaftliche Forschung machen sie zu einem interessanten Begleiter für Frauen in der Perimenopause und darüber hinaus.
Der aktuelle Stand der Studien zeigt erste interessante Hinweise auf hormonähnliche, antioxidative und stoffwechselbezogene Effekte. Insbesondere die Humanstudie von Wu et al. sowie aktuelle Übersichtsarbeiten liefern wertvolle Impulse für zukünftige Forschungen. Gleichzeitig ist klar, dass viele Fragen offen sind und dass umfangreichere und qualitativ hochwertige Studien erforderlich sind, um die beobachteten Effekte besser zu klassifizieren.
Parallel dazu berichten erfahrene naturheilkundliche Therapeuten wie Heide Fischer seit vielen Jahren über ihre positiven Erfahrungen mit der wilden Yamswurzel (Wild Yam), insbesondere bei Frauen in der frühen Perimenopause. Diese erfahrungsbasierte Medizin ist kein Ersatz für wissenschaftliche Erkenntnisse, aber sie kann eine wertvolle Ergänzung sein und neue Forschungsansätze hervorbringen.
Wenn du an einer natürlichen Begleitung der Wechseljahre interessiert bist, lohnt es sich, die Qualität und Zusammensetzung der verwendeten Produkte genauer zu betrachten. Standardisierte hochwertige Präparate und kontrollierte Produktionsbedingungen sind wichtige Voraussetzungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Yams in den Wechseljahren
Kann Yams Wechseljahresbeschwerden lindern?
Die Situation der wissenschaftlichen Studien ist noch begrenzt. Einige Studien deuten auf Veränderungen bestimmter hormoneller und metabolischer Marker hin, aber es gibt noch keine schlüssigen Beweise für die Linderung der typischen menopausalen Beschwerden. Dennoch berichten viele Frauen und Heilpraktiker über positive Erfahrungen.
Viele Frauen interessieren sich für Yams, weil sie eine natürliche Methode suchen, um den hormonellen Wandel während der Wechseljahre zu begleiten. Yams wird seit vielen Jahren in der Naturheilkunde verwendet und spielt vor allem in der Frauenmedizin eine wichtige Rolle. Allerdings muss der Stand der wissenschaftlichen Studien differenziert betrachtet werden. Einzelstudien am Menschen - zunächst die Studie von Wu et al. (2005) - konnten Veränderungen bestimmter hormoneller und metabolischer Marker beobachten. Allerdings ist bisher nicht ausreichend untersucht worden, ob diese Veränderungen direkt zu einer Verbesserung der typischen Wechseljahressymtome wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen führen.
Naturheilkundler wie Heide Fischer hingegen berichten seit vielen Jahren von positiven Erfahrungen mit der wilden Yamswurzel, insbesondere bei Frauen in der frühen Perimenopause. Diese Erfahrungen sind kein Ersatz für wissenschaftliche Erkenntnisse, aber sie können eine wertvolle Ergänzung sein.
Erhöht Yams den Progesteronspiegel?
Dies ist eine der häufigsten Fragen, die zu Yams gestellt wird. Einer der wichtigsten Bestandteile des wilden Yams (Wild Yam) ist Diosgenin. Es ist in seiner chemischen Struktur unserem Progesteron erstaunlich ähnlich. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand wird Diosgenin im menschlichen Körper nicht direkt in Progesteron umgewandelt. Die Umwandlung von Diosgenin in Progesteron kann nach aktuellem Kenntnisstand nur durch mehrstufige chemische Verfahren im Labor erreicht werden und tritt nicht im menschlichen Organismus auf.
Forscher untersuchen jedoch, ob andere Inhaltsstoffe der Yamswurzel hormonähnliche Signalwege beeinflussen und antioxidative Eigenschaften haben können. Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Forschung.
Wann beginnt die Perimenopause?
Die hormonelle Veränderung beginnt in der Regel zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr; diese Phase wird als Perimenopause bezeichnet und kann mehrere Jahre dauern. Sie beschreibt die Jahre vor dem Ausbleiben der Regelblutung mit ungefähr Anfang 50. In der Perimenopause schwankt die Hormonproduktion der Eierstöcke zunehmend. Typische Anzeichen sind:
- Zyklusveränderungen
- Schlafstörungen
- innere Unruhe
- Stimmungsschwankungen
- erste Hitzewallungen
- Brustspannen
- Wassereinlagerungen
- stärkere oder schwächere Blutungen
Diese Beschwerden beginnen oft schleichend und viele Frauen erkennen lange nicht, dass sie sich bereits in der Perimenopause, also den Wechseljahren, befinden.
Was ist der Unterschied zwischen wildem Yams und Yamswurzel?
Der Begriff Yams umfasst mehr als 600 Arten der Gattung Dioscorea. In Nahrungsergänzungsmitteln und Cremes wird häufig der wilde Yams Dioscorea villosa (Wild Yam) verwendet.
Die bislang wichtigste Studie am Menschen von Wu et al. untersuchte dagegen Dioscorea alata, eine essbare Yamsart, die in vielen tropischen Ländern als Lebensmittel genutzt wird. Deshalb lassen sich die Studienergebnisse nicht automatisch auf alle Yamsarten übertragen. Wilder Yams ist nicht essbar und ist für seinen außergewöhnlich hohen Diosgeningehalt bekannt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Yamscreme und Wild-Yams-Kapseln?
Yamscremes werden äußerlich aufgetragen und sind für Frauen interessant, die die Pflanze in ihre tägliche Pflegeroutine integrieren möchten. Wild-Yams-Kapseln werden oral eingenommen und sollten standardisierte Extrakte enthalten. Die bevorzugte Form ist eine individuelle Entscheidung.
Kann ich Yams zusammen mit einer Hormonersatztherapie verwenden?
Diese Frage sollte immer individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, insbesondere wenn bereits hormonhaltige Arzneimittel wie HET oder BIH eingenommen werden. Da individuelle Vorerkrankungen, Medikamente und persönliche Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen, ist eine pauschale Empfehlung nicht möglich.
Wie lange sollte der Yam verwendet werden?
Die Empfehlungen der Naturheilkunde variieren je nach Lebensphase und individueller Situation. Es gibt derzeit keine einheitlichen wissenschaftlichen Empfehlungen zur Anwendungsdauer. Wer Yams anwenden möchte, sollte seinem Körper ausreichend Zeit geben und Veränderungen aufmerksam beobachten.
Gibt es Nebenwirkungen?
Yams wird in vielen Regionen der Welt seit Jahrhunderten als Lebensmittel verzehrt und gilt grundsätzlich als gut verträglich. Bei Nahrungsergänzungsmitteln oder pflanzlichen Zubereitungen sind die Anweisungen des Herstellers zu beachten. Es wird empfohlen, einen Arzt zu konsultieren, wenn Sie krank sind oder ein Medikament einnehmen.
Worauf soll ich beim Kauf von Yamsprodukten achten?
Auf die Qualität! Achte besonders auf:
- hochwertige Rohstoffe
- transparente Herkunft
- standardisierte Extrakte (bei Kapseln)
- eine nachvollziehbare Deklaration der Inhaltsstoffe
- Herstellung nach hohen Qualitätsstandards
Gerade bei pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel lohnt sich ein genauer Blick auf die Qualität und die Zusammensetzung.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zur allgemeinen Information und ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie einen gesunden Lebensstil.
Quellen & Studien:
Wu et al. (2005): https://doi.org/10.1080/07315724.2005.10719470
Mohapatra et al. (2024): https://doi.org/10.1002/ptr.8172
Komesaroff et al. (2001): https://doi.org/10.1080/713605087
Cheng et al. (2007): https://pubs.acs.org/doi/10.1021/jf0711690
Sato & Seto (2024): https://doi.org/10.1177/02601060221130889
Park et al (2014): https://doi.org/10.1016/j.jep.2014.05.020
Yang et al. (2016): https://doi.org/10.1016/j.jep.2014.05.020
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