Was hilft gegen Gelenkschmerzen in den Wechseljahren?
Velmena RedaktionsteamDas Aufstehen fällt schwer, die Fingergelenke tun weh und ständig schmerzt es an den Gelenken. Das ist in den Wechseljahren meistens kein Zufall, sondern dem sinkenden Östrogenspiegel geschuldet. Er entzieht dem Gewebe Feuchtigkeit und Elastizität. Mehr zu den Ursachen von Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit in den Wechseljahren findest Du hier.
Die fünf effektivsten Säulen, um Gelenkschmerzen zu lindern
Viele Frauen fragen sich, was gegen Gelenkschmerzen hilft und was gegen Morgensteifigkeit hilft. Mit einer gesunden Lebensführung und wichtigen Nährstoffen kannst Du dieser Entwicklung Einhalt gebieten und gezielt gegensteuern. Gelenkschmerzen gehören zu den weniger bekannten Symptomen hormoneller Veränderungen. Eine Übersicht über alle typischen Symptome der Wechseljahre findest Du in unserem Artikel über die 34 häufigsten Symptome der Wechseljahre.
Vitamin C: Der Bauleiter für Dein Kollagen
Sehr wichtig, aber oft unterschätzt: Vitamin C ist der entscheidende Cofaktor, der die Bindegewebszellen (Fibroblasten) aktiviert. Ohne Vitamin C steht die Baustelle in Deinen Gelenken still. Es stimuliert die Bildung neuen Kollagens und sorgt dafür, dass die Knorpelfasern stabil vernetzt werden. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Vitamin C die Kollagenproduktion um das bis zu Achtfache steigern kann.

Grafik: Vitamin C und die Kollagenproduktion
Experten des Linus-Pauling-Instituts empfehlen eine tägliche Zufuhr von etwa 400 mg, um diesen Effekt im Alltag zu unterstützen. Dies stellt die optimale Sättigung deiner Zellen sicher und hält den Bauprozess in deinen Gelenken konstant am Laufen Eine gute Ergänzung dazu ist übrigens MSM – eine organische Schwefelverbindung –, die ebenfalls eine wichtige Rolle für die Knorpelregeneration und die Gelenkfunktion spielt.
Studie: https://www.pnas.org/doi/abs/10.1073/pnas.78.5.2879
Magnesium: Entspannung für Muskeln und Gelenke
Wer Gelenkschmerzen hat, macht oft Ausweichbewegungen, die zu Fehlhaltungen und auch schmerzhaften Verspannungen der Muskulatur führen können. Magnesium unterstützt den Knochenstoffwechsel, hilft bei der Regulation des Muskeltonus und hilft, nächtliche Anspannung zu lösen, die zur Morgensteifigkeit führen kann. Die abendliche Einnahme von Magnesium kann hier entspannend wirken.

Magnesiumkomplexe, wie FemBalance, bieten entscheidende Vorteile für die Bioverfügbarkeit, da verschiedene Magnesiumverbindungen kombiniert werden. Dies führt zu einer effizienteren Aufnahme im Körper, denn er kann verschiedene Resorptionswege nutzen, was die Gesamtmenge an verfügbarem Magnesium maximieren kann.
Vitamin D3: Das Schutzschild gegen Entzündungen
Eigentlich ist Vitamin D3 eine Hormonvorstufe, und es ist für die Gesundheit von Knochen und Gelenken unverzichtbar. Durch den Östrogenmangel fehlt eine wichtige Schutzfunktion für unsere Knochen und deshalb ist ein guter Vitamin-D3-Spiegel umso wichtiger, um uns vor Osteoporose und Gelenkverschleiß zu schützen. Vitamin D3 hat unter anderem die Aufgabe, Calcium in die Knochenstruktur einzubauen und es hemmt die Entzündungsprozesse im Gelenkspalt. Eine der größten klinischen Studien hat gezeigt, dass eine tägliche Dosis von 2.000 internationalen Einheiten (IE) entzündliche Prozesse in den Gelenken reduzieren und dadurch auch die Schmerzen senken kann.

Einen Labortest beim Arzt sollten Frauen regelmäßig machen, um hier nicht in den Mangel zu kommen!
Studie: https://www.bmj.com/content/376/bmj-2021-066452)
Die richtige Ernährung: anti-entzündlich essen
Unsere Ernährung entscheidet darüber, ob Entzündungen im Körper befeuert oder gelöscht werden. Wer unter Gelenkschmerzen in den Wechseljahren leidet, sollte eine pflanzenbetonte und vitalstoffreiche Ernährung zu sich nehmen. Wichtig sind dabei gesunde Omega-3-Fettsäuren (Algenöl, Leinöl, Walnüsse, fetter Fisch etc.), sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse und der Verzicht auf zu viel Zucker, zu viel Fleisch und Transfette.
In unseren Büchern zur Ernährung findest Du zahlreiche Rezepte, die für Frauen in den Wechseljahren besonders geeignet sind und die hormonelle Umstellung unterstützen.

Gezielte Bewegung & Faszientraining
"Wer rastet, der rostet“ klingt altbacken, ist aber medizinisch korrekt. Bewegung transportiert Nährstoffe in den Knorpel, was besonders wichtig ist, da dieser nicht durch Blutgefäße versorgt wird. Sanftes Krafttraining und Yoga dehnen die Faszien und halten die Gelenkschmiere flüssig. Dafür muss man nicht unbedingt ins Fitnessstudio gehen; auch zu Hause lassen sich gezielte Übungen machen. Unser Sportbuch zeigt dir gelenkschonende Übungen, die du in den eigenen vier Wänden machen kannst.

Fazit
Gelenkschmerzen während der Wechseljahre sind kein unumgängliches Schicksal. Sie entstehen oft durch einen Rückgang des Östrogenspiegels, der die Kollagenbildung, die Gelenkflüssigkeit und Entzündungsprozesse beeinflusst.
Durch eine gezielte Kombination aus Bewegung, einer entzündungshemmenden Ernährung und wichtigen Mikronährstoffen wie Vitamin C, Magnesium und Vitamin D3 kann man als Frau die Gelenke aktiv unterstützen und die Beweglichkeit im Alltag verbessern. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ist ein Arztbesuch ratsam, um andere Ursachen auszuschließen.